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Brycebenchmarks Bryce-Renderleistung gängiger Prozessoren |
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Wozu ein Brycebenchmark?
Die Frage nach dem richtigen Mikroprozessor:
Fast immer wird bei so rechenintensiven
Anwendungsbereichen wie "Rendering" die Frage nach der optimalen
Konfiguration des Rechensystems gestellt. Dabei sind verschiedene Fragen
wie Speichermenge, Festplattengröße oder Datentransferraten von Bedeutung.
Kein Kriterium aber steht bei 3D-Anwendungen so im Vordergrund, wie die
Rechenleistung des Prozessors (CPU [Central Processing Unit]). Insbesondere
kommt es hier auf die sog. numerische Prozessorleistung der "Floatingpoint
Unit" an, welche vor allem die für Renderanwendungen wichtigen Gleitkommaoperationen
ausführt. Nicht allein die Taktrate ist - wie wir deutlich sehen werden
- von Entscheidung, sondern auch das vom Prozessor für die FPU verwendete
Design. Bei der Masse von Prozessortypen, die augenblicklich auf dem Markt
sind oder bis vor kurzem auf dem Markt zu erwerben waren, kann man schon
schnell die Übersicht verlieren. Die zügige Entwicklung der Prozessorarchitekturen
macht heute Rechenleistungen im heimischen Haushalt möglich, die noch vor
wenigen Jahren nur mit staatlicher Genehmigung genutzt werden durften, geschweige
denn überhaupt einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung standen.
Obwohl beinahe alle heute gängigen CPU Typen für das Rendering mit Bryce
tauglich und genügend leistungfähig sind, kann man doch deutliche Performanceunterschiede
feststellen. Bei sehr aufwendigen Projekten spielt es dann sicherlich eine
große Rolle, ob eine Filmsequenz in 30% höherer Geschwindigkeit berechnet
wird, oder nicht. Damit lassen sich teilweise enige Tage Renderzeit
einsparen! So geschehen bei einigen meiner eigenen Projekte.
Hier angelangt, kommen wir gleich zu einem kleinen Manko von Bryce: Das
Programm ist leider nicht multiprozessorfähig, was bedeutet, daß durch zusätzliche
Prozessoren keine höhere Rechenleistung erreicht werden kann. Man ist also
auf die Leistung eines einzelnen Prozessors angewiesen, die bekanntlich
im oberen Bereich mit sehr hohem Preis bezahlt werden muß. Da ein doppelt
so schneller Prozessor meistens das vier bis sechsfache kostet, käme eigentlich
bei gut paralellisierbaren Prozessen (und Rendering gehört sicherlich dazu!)
die Anschaffung einer zweiten CPU wesentlich billiger. Auf der CeBit 99
kam ich bei einem Gespräch mit den Programmieren von MetaCreations auch
auf dieses Problem zu sprechen, und man ließ durchblicken, daß Bryce 5 eventuell
das Dual-Processing der Pentium Familie unterstützen werde. So lange müssen
wir uns eben mit einem einzigen Prozessor begnügen ! Leider konnte ich auf
der CeBit 2000 darüber nichts neues in Erfahrung bringen, da Metacreations
hier vor allem durch Abwesenheit glänzte und schon im Vorfeld bekannt
gab, sich von seinen 3D-Produkten trennen zu wollen, was mit dem Verkauf
der Lizensrechte an Corel
im April 2000 auch geschehen ist (s. News).
TIPP: Empfehlenswerte PC-Konfigurationen können Sie auch unter der Rubrik "Konfigurationen" einsehen.
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