incl. K7-ATHLON und Intel PIII/E (Coppermine)

Der Bryceindex & PC Komponenten

Mikroprozessor Die Leistung des Mikroprozessors (CPU [Central Processing Unit]) ist Gegenstand dieser Testreihe. Der Chip läßt sich in verschiedene Unterabteilungen aufgliedern, welche die eingehenden Befehle verarbeiten sollen. Die Unterabteilungen des Pentium Prozessors sind z.B. Codecache, Prefetch, Befehlsdecoder, Branch Target Buffer, Page Unit, U & V Pipeline, ALU, Steuer Rom und die NPU. Das Zusammenspiel dieser Komponenten bestimmt die strukturelle Leistungsfähigkeit eines Mikroprozessors.
CPU Takt Jeder (synchrone) Prozessor wird heutzutage durch einen sog. Oszillator angetrieben, welcher mit seiner Taktrate die Geschwindigkeit bestimmt, mit der die CPU arbeitet. Doppelte Taktrate bedeutet auch in der Regel eine genau doppelt so hohe interne Verarbeitungsgeschwindigkeit. Leider kommt davon letztendlich nur ein Bruchteil zur Geltung, da bei fast allen Computersystemen die Peripherie eine sehr große Rolle spielt. Anders ist das bei Renderprogrammen, wie Bryce: Hier findet der Prozess fast ausschließlich in der CPU und im Cache statt, so daß (und das bestätigen die Messungen klar) man davon ausgehen kann, daß die CPU Leistung fast einzig und allein die maßgebliche Rolle spielt (nähere Erläuterungen zum Einfluss der Peripherie).
VR-Index

Um die Prozessoren bewerten und vergleichen zu können, bedarf es einer mathematischen Konstruktion, die
1. einfach und nachvollziehbar ist
2. alle Tests gleich gewichtet
3. Nicht durch langsame Tests dominiert wird
Nach (reiflicher!) Überlegung habe ich den Index daher folgendermassen konstruiert:

VR(Prozessor)= 1000000/[(t1*t2*t3*t4)^(1/4)]

Was gleichbedeutend mit 1Mio geteilt durch das geometrische Mittel der Einzeltests ist ! Diese Konstruktion erfüllt die oben aufgestellten Kriterien vollständig.

Struktur Index Das Zusammenspiel der CPU Komponenten bestimmt die strukturelle Leistungsfähigkeit eines Mikroprozessors. Der Strukturindex gibt einen Hinweis, in wieweit die interne Verschaltung der CPU die vom Compiler generierten Befehlsketten abarbeitet, also auch direkt die “Eignung” für den Programmcode von Bryce. Ein doppelt so hoher Strukturindex bedeutet, daß eine gleichgetaktete CPU unsere Tests im Durchschnitt auch doppelt so schnell absolvieren konnte. Da die Ergebnisse der Benchmarks im allgemeinen proportional zur CPU Taktrate ansteigen – Peripherie daher eine nur untergeordnete Rolle spielt – sind die Strukturindizes der einzelnen Chipgattungen innerhalb einer Gattung relativ konstant. Der Strukturindex ist der VR-Index geteilt durch die interne CPU Taktfrequenz.